handling Juni 2010 6 www.handling.de Zur Sache Dtralogistiksystemen ie ganzheitliche Betrachtung von In- über den ganzen Lebenszyklus hinweg ist ein Muss, damit die Leistungsstärke der Supply Chain stän- dig gesteigert wird.
Prozesse und Materi- alfl üsse auf allen Ebenen der Intralogistik zu simulieren, bildet die Basis für die Navi- gation durch den Maßnahmendschungel.
Grundsätzlich müssen sämtliche intra- logistischen Prozesse in Lagern anpas- sungs- und integrationsfähig sein.
Bei Umplanungen in bestehenden Logistiksys- temen ist dies als Kernaufgabe zu berück- sichtigen und bei Neuplanungen so früh wie möglich im Rahmen der Auslegung der Gesamtanlage zu antizipieren.
Es gilt, zeitnah anpassungsfähige Strukturen und intelligent verknüpfte Prozessschritte kos- ten- und ablaufoptimal zu gestalten.
Dies muss in Wechselwirkung mit den übrigen Prozessschritten entlang der Supply Chain abgestimmt erfolgen.
Nur so können op- timierte und innovative Versorgungspro- zesse entstehen.
Zahlreiche, bereits schnell umsetzbare, organisatorische und mit nur geringen Investitionen verbundene Maßnahmen bewirken nachweislich schon Verbesse- rungen.
Etwaigen Defi ziten müssen die Lagerbetreiber durchdacht begegnen.
Hierbei ist eine ganzheitliche Vorgehens- weise mit Simulationsunterstützung nö- tig, da eine Simulation stets zur präzisen Beschreibung der Prozesse zwingt.
Hier- zu hat sich die Vorgehensweise bewährt, mit einem Prozesshandbuch die Basis zu legen.
Darin werden die wesentlichen Randbedingungen und Prozesse auf allen Ebenen – von der Vision über die Strategie und Ziele bis hin zu den Pro- zessen und Verantwortlichkeiten – de- tailliert beschrieben.
Intralogistische An- passungen haben immer Auswirkungen auf die IT- und Steuerungssysteme, die auf veränderte oder neue Prozesse be- ziehungsweise Artikelstrukturen auszu- richten sind.
Vorausschauend handeln Vergleichsweise schon kleine Eingriffe in die Steuerung und Organisation haben somit spürbar positive Resultate, wenn sie „über den Tellerrand“ gedacht sind, also Einzelmaßnahmen nicht singulär, sondern stets im Prozessverbund geplant werden.
Die Tools zur Materialfl uss- und Prozess- simulation helfen, die Maßnahmen ganz- heitlich zu bewerten sie können über die Planungsphase hinaus in der täglichen Praxis eingesetzt werden.
Die Bedeutung solch fl exibel gestalteter und ganzheitlich geplanter Intralogistik- prozesse wird weiter zunehmen, und die Optimierung wird zu einem permanenten Prozess.
Gerade deshalb sind Prozessände- rungen in der Intralogistik – ganz gleich, ob in bestehenden oder neuen Systemen – früh mit entscheidungsrelevanten Infor- mationen wie Leistungskennziffern, Nut- zungsgraden, Durchlauf- und Reaktions- zeiten sowie Investitionen zu unterlegen.
Nur so werden Unternehmen – unterstützt durch das Know-how externer Planer – technisch optimale und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen erarbeiten können.
Heiko Barth/ Dr.
Udo Riedesel/bw Eine umfassende Analyse der intralogistischen Prozesse schafft die Grundlage für eine nachhaltige Optimierung: Zum einen können Abläufe verbessert, Sortimente berei- nigt und die Technikeffi zienz gesteigert werden.
Zum ande- ren sind Kosteneinsparungen realisierbar und Investitionen vermeidbar.
Performance und Prozesse Optimierungspotenziale in der Intralogistik Intralogistische Planung ? Kennziffer 152 Agiplan, Mülheim an der Ruhr, Tel.
0208/9925-0, Fax 9925-222, www.agiplan-gmbh.de Voraussetzungen für eine erfolgreiche Intralogistik - Permanenter Prozess zur Perfor- mancesteigerung - Kenntnis der Leistungskennziffern, Nutzungsgrade, Durchlauf- und Re- aktionszeiten - Flexibilität bei Förder- und Lager- technik sowie bei IT- und Steue- rungssystemen auch mit Blick auf sich ändernde Artikelspektren - umfassende Kompatibilität der vor- handenen Systeme - ganzheitliche Szenarien für Ausfall- sicherheit und Notstrategien - maximale Reduzierung von War- tungs- und Instandsetzungsnot- wendigkeiten - weitgehende Glättung von Spitzen- lasten - optimale Integration in den gesam- ten Materialfl uss - Flexibilität für Flächen- und Perso- nalbedarf.
Flexibilität in der Kommissionierung ist grundsätzlich Vorausetzung für die Opti- mierung logistischer Prozesse im Unter- nehmen.
(Foto: Daimler AG)