große LED Displays ersetzt.
Diese Geräte ermöglichten es nun, die KPIs aus einer großen Entfernung abzulesen.
Später ha- ben mehrfarbige, grafi sche Anzeigen die simplen numerischen Anzeigen teilweise ersetzt, die hohen Kosten für solche Lö- sungen sind da aber oft noch hinderlich.
Heutzutage sind, aufgrund der rasch fal- lenden Preise, Flachbildfernseher aus der Unterhaltungselektronik die bevorzugten Geräte für große KPI-Anzeigen Welchen Indikatoren folgen? Welche KPIs für den Kunden am wich- tigsten sind, hängt von seinen Gegeben- heiten ab – es gibt zahlreiche Werte, die Firmen darstellen möchten.
Wichtige Bei- spiele üblicher KPIs in Produktionsbetrie- ben sind: – Stückzahl (gut oder schlecht): Einer der wichtigsten Werte ist die Anzahl der bisher gefertigten Produkte.
Der Zähler kann sich auf den letzten Produktwech- sel, die Schicht oder die ganze Woche beziehen.
– Ausschussrate: Jeder Prozess erzeugt auch Ausschuss.
Zu wissen, ob der Ausschuss innerhalb eines akzeptablen Limits liegt, ist wesentlich für die Si- cherstellung der Produktivität.
– Takt: Wenn Maschinen Güter in ei- ner variablen Taktrate erzeugen, ist es wichtig zu wissen ob die Bediener die ideale Geschwindigkeit halten.
– Ziele: Viele Firmen zeigen Zielwerte für Stückzahl, Takt und Qualität an.
– Taktzeit: Durch die Anzeige der Taktzeit kann der Herstellungsbetrieb schnell erkennen, an welchen Stellen des Pro- zesses es zu Engpässen oder Flaschen- hälsen kommt.
– OEE (Overall Equipment Effectiveness)- Gesamtanlageneffektivität: Die OEE ist eine Kennzahl, die die effektive Ver- wendung der Ressourcen beschreibt.
Produktionsverantwortliche möchten den Wert dieser Kennzahl gern steigen sehen, da sie für den effi zienten Einsatz des Personals und der Maschinen steht.
Die Formel für die OEE ist: OEE = Ver- fügbarkeit x Leistung x Qualität.
– Ausfallzeit: Die Ausfallzeit ist eine der wichtigsten Kennzahlen.
Verfügbare Lösungen – von einfach bis komplex Lösungen für die Anzeige von KPIs oder Andon reichen von simplen Stapellam- pen, die weniger als hundert Euro kosten, bis zu kompletten, PC-gestützten Pro- duktionsüberwachungslösungen für weit mehr als 100.000 Euro.
Große Sieben- Segment-LED-Anzeigen sind aufgrund ihrer Einfachheit und aufgrund der feh- lenden Möglichkeit der Textdarstellung nur für simple Anwendungen – etwa der Anzeige von einer einzigen KPI – am bes- ten geeignet.
Sie sind im Prinzip nichts anderes als digitale Messgeräte mit groß- en Anzeigen.
Ihr starker Kontrast und Ihre Helligkeit lassen Sichtweiten von bis zu 60 Meter zu.
LED-Schriftbänder bestehen aus ei- ner großen Matrix mit einzelnen LEDs in verschiedenen Aufl ösungen.
Im letz- ten Jahrzehnt waren mehrfarbige LED- Schriftbänder die übliche Methode für die Darstellung von Informationen im Produktionsumfeld.
Die Möglichkeit meh- rere Zeilen sowie Text darzustellen, er- möglichen die Anzeige mehrerer KPIs auf einem Bild.
Durch den Farbwechsel, etwa von grün auf rot, kann die Aufmerksam- keit der Bediener leichter erregt werden.
Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl von Schriftbändern ist aber, wie es die Daten aufnimmt.
Manche Hersteller bie- ten Geräte mit digitalen Eingängen, an- dere nur einen seriellen Slave-Anschluss.
Letzteres muss vom Anwender typischer- weise noch aufwändig programmiert werden, damit es die richtigen Zeichen im richtigen Format anzeigt.
Die besseren Geräte verfügen über eingebaute Kom- munikationstreiber, durch die sie direkt mit Automatisierungsgeräten wie SPSen oder Frequenzumrichtern kommunizieren können.
Der Trend geht wegen der Darstel- lungsmöglichkeiten, etwa Kurven, und aufgrund der fallenden Preise in Richtung Flachbildfernseher.
Durch die Möglichkeit Bilder in HD-Qualität darzustellen, sind Fernseher die am weitesten verbreitete Methode, um Produktionsdaten auch grafi sch darzustellen.
Zunächst haben sich Anwender die Fernseher zunutze gemacht, indem sie auf einem speziellen PC eine Scada-Software nutzten und den Fernseher einfach als externen Mo- nitor verwendet haben.
Heutzutage gibt es spezielle Lösungen für die Erfassung, Sammlung, und Anzeige von Produkti- onsdaten auf einem Fernseher.
Erweiterte Funktionalität Bei der Auswahl eines Systems zur An- zeige von Leistungskennzahlen sollten Verantwortliche immer darauf achten, welche weiteren Funktionalitäten mo- derne Lösungen bieten.
Da Produktivi- tätsanzeigen die Daten von den Automa- tisierungsgeräten einsammeln müssen, macht es zum Beispiel Sinn, dass die aktuellen High-End-Geräte bereits einen eingebauten Datenlogger bieten.
Durch die Möglichkeit historische Produktions- daten und Trends darzustellen, lässt sich sehr leicht erkennen, welche Initiativen zur Verbesserung etwas bewirkt haben und welche davon am meisten Profi t brachten.
Durch die Aufzeichnung der Gründe von Ausfällen können proble- matische Linien erkannt und Strategien zur schnelleren Fehlerbehebung entwi- ckelt werden.
Heutige Lösungen bieten außerdem die Möglichkeit, abwesendes Personal über eine Web-Schnittstelle und über Benachrichtigungsdienste zu informieren.
Andreas Berz/bw handling April 2012 7 www.handling.de Zur Sache Produktionsdatenmanagement ? Kennziffer 116 Red Lion, Sprockhövel, Tel.
02339/1208329, Fax 9965-43, www.redlion.net Eine Menge Daten: Beispiel für ausführliche KPI-Anzeige.
Mit Fernsehern als Anzeigetafel werdenauch grafi sche Darstellungen möglich.
(Fotos: Red Lion)