ßen Gabelstaplerhersteller in Deutsch- land und hat seine Chance genutzt.
Er war hinsichtlich Fördertechnik vom Fach, kannte sich aus und wusste, was fehlt.
Er begann zunächst damit, Führungen sowie Komponenten und Hubmaste für Flurförderzeuge zu fertigen.
Aus der Flur- förderbranche haben sich die Produkte Richtung Linear- und Handhabungstech- nik für die gesamte Branche entwickelt.
Wir sind heute im Bereich Automotive, Flugzeugbau, Papier-, Stahl- und Baustoff Industrie sowie in der Intralogistik stark vertreten.
handling: Was muss man sich un- ter „Systemtechnik“ aus dem Hause Winkel vorstellen? Christian Winkel: Wir haben hier ein sehr breites Spektrum an Produkten, zum Beispiel stationäre Hubsysteme für Trag- lastbereiche von 50 Kilogramm bis 50 Tonnen, außerdem ein breites Portfolio an Linearachsen und Portale bis zu fünf Ton- nen an der Z-Achse.
Für Knickarmroboter fertigen wir Verfahrachsen.
Wir sind dar- über hinaus Hersteller zum Beispiel von Regalbediengeräten und Teleskopgabeln sowie Palettentechnik.
handling: Überraschen Sie die Branche im Jubiläumsjahr mit Neuigkeiten? Christian Winkel: Dieses Jahr zünden wir ein Feuerwerk an Innovationen.
Neu im Programm ist unsere Fast-Pick-Station, eine spezielle Kommissionierstation für den Lebensmittel- und Logistikbereich, wo Produkte auf Paletten kommissioniert und anschließend verpackt und weg- transportiert werden.
Ein weiteres neues Highlight ist unser Colibri.
Das ist ein neu entwickeltes Behälter-Regalbediengerät, das sämtliche technischen Bestmarken, die derzeit auf dem Markt existieren, in den Schatten stellt hinsichtlich Steifi g- keit, Schnelligkeit und Kompaktheit.
Im Palettenbereich neu ist unsere elektro- mechanische Paletten-Aufgabestation.
Im Bereich unserer Winkel-Rollen gibt es neue justierbare Rollenführungen in Stahl, polyamid- und vulkollanbeschich- tet, mit passenden Präzisionsprofi len für spielarmen Lauf.
Bei unseren bewährten Stahlprofi len, die in Deutschland gefertigt werden, haben sich die Tragkraftwerte durch eine verbesserte Stahllegierung er- höht.
handling: Haben Sie Ihre altbe- währten Kombirollen jetzt einfach nach der Firma benannt? Oder was steckt hinter dem neuen Namen? Christian Winkel: Aus dem technischen Begriff Kombirolle wurde durch unsere langjährigen Kunden der Begriff Winkel- Rolle geprägt.
Zufälligerweise passt unser Familien Name auch technisch zu der im 90-Grad-Winkel angeordneten Axial- und Radialrollen.
Als Marktführer und tech- nischer Vorreiter wollen wir dies unter- stützen und nennen unsere Linearführen deshalb „Winkel Rollen und Profi le“.
handling: Wer genau benötigt die Produkte, die Sie herstellen? Christian Winkel: Wir liefern Kompo- nenten, Module und Systeme an Förder- technik, Maschinenbauer und Intralogis- tik-Anbieter.
Wir sind Systemlieferant und dienen oft als verlängerte Werkbank.
Die meisten Anbieter in der Fördertechnik, national und international, sind unsere langjährigen Kunden.
Wir stellen keine Gesamtanlagen her, und wir sind auch kein klassischer Generalunternehmer.
Wir arbeiten erfolgreich in der „zweiten Rei- he“, wodurch wir an viele Kunden liefern können, ohne in eine Wettbewerbssitua- tion zu treten.
handling: Wie entwickelt sich der Intralogistik-Markt nach Ihren Erfah- rungen? Christian Winkel: Der Bedarf an Intra- logistiksystemen ist in den vergangenen Jahren gestiegen, weil der Markt be- sonders auch in den östlichen Ländern gewachsen ist.
Hinzu kommt, dass der gesamte Warenhandel sich zunehmend in Richtung Internet verlagert, woraus re- sultiert, dass Waren sehr reaktionsschnell kommissioniert und ausgeliefert werden müssen.
Die Wirtschaftlichkeit aller Pro- zesse spielt eine große Rolle.
handling: Richten Sie Ihr Augenmerk deshalb speziell auf Ausbildung, For- schung und Entwicklung? Christian Winkel: Ja, ganz eindeutig.
Bei uns gibt es 20 Mitarbeiter in der Ab- teilung Konstruktion und Entwicklung, Das ist ein hoch motiviertes Team.
Wir bieten einerseits eine große Bandbreite an Produkten und bauen andererseits ausgesprochen anwenderorientiert, ferti- gen also Sonderlösungen.
Daher sind wir täglich gefordert, optimierte und innova- tive Lösungen zu bieten, auch mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.
Wir fertigen unsere Systeme am Stammsitz in Deutschland.
Neben Know-how und einem motivierten und professionellen Mitarbeiterteam ist die Schnelligkeit in der Realisierung von Kundenwünschen oberste Priorität.
Das ist unser Anspruch – den erfüllen wir seit 30 Jahren und auch in Zukunft.
handling April 2012 25 www.handling.de Lineartechnik Die Winkel GmbH, 1982 von Ing.
August Winkel gegründet, rangiert als Anbieter von Linear- und Hand- habungstechnik für den Schwerlast- bereich ganz vorn.
Das Unternehmen ist vor allem Zulieferer von Kompo- nenten und Systemen für Fördertech- nik und Intralogistik-Anbieter.
Zum Produktportfolio gehören Hubsys- teme, Mehrachs-Linearsysteme und Portale, Regalbediengeräte mit Te- leskopgabeln, Fast Pick-Stationen als Kommissionierarbeitsplätze, Palet- tiertechnik, Coilwender, Werkzeug- wechsler, Schlauchrollen, Radsätze und vor allem die WINKEL-Rollen, die das Unternehmen bereits vor 30 Jah- ren entwickelt hat.
Fertigungsstand- ort ist Illingen bei Stuttgart mit zwei Werken.
Hier arbeiten aktuell rund 130 Mitarbeiter Winkel ist in 20 Län- dern der Welt vertreten.
Die Winkel-Rolle: Die im 90-Grad-Winkel angeordneten Axial- und Radialrollen er- möglichen hochbelastbare und preiswerte Gesamtsysteme.
Neu bei Winkel: Fast-Pick-Station, eine spezielle Kommissionierstation für den Le- bensmittel- und Logistikbereich.
(Fotos: Winkel-Rolle ? Kennziffer 169 Winkel, Illingen, Tel.
07042/8250-0, Fax 23888, www.winkel.de