handling April 2012 4 www.handling.de Titelstory Lsorbetriebenen uftbasierte Kühlungen mit kompres- Kühlgeräten können in der Schaltschranktechnik gerade bei hohen Verlustleistungen die Funktions- fähigkeit einer Anlage nicht immer ge- währleisten.
Das gilt nicht nur bei An- wendungen mit Frequenzumrichtern und ihren meist hohen Leistungen, sondern auch für die oftmals sehr zahlreichen Servos in einem einzigen Schaltschrank.
Hier ist eine Wasserkühlung die deutlich bessere Wahl.
Bei einer effi zienten Wasserkühlung von Schaltschränken geht es aber um mehr als hohe Kühlleistungen.
Gefragt sind ebenso Flexibilität und Sicherheit für Anwendungen in anspruchsvollen Umgebungen.
Auf Grund dieser Anfor- derungen hat Rittal den neuen Luft/Was- ser-Wärmetauscher LCP Industrie (Liquid Cooling Package) entwickelt.
Die Innova- tion bietet standardmäßig eine Leistung von 10 kW, ist in das Schaltschrank- System TS 8 integrierbar und bietet die Schutzart IP54.
Damit steht die seit Jah- ren im IT-Bereich bewährte LCP-Techno- logie von Rittal in Verbindung mit einem Rückkühler der Serie TopTherm-Chiller erstmals auch für den anspruchsvollen industriellen Einsatz zur Verfügung.
Der Klimaschrank mit dem Luft/Was- ser-Wärmetauscher „LCP Industrie“ lässt sich an das TS-8-Schaltschranksystem „andocken“.
Für den Anwender hat das Anreihen an den Schaltschrank den Vorteil, dass ein nachträglicher Anbau jederzeit möglich ist und zudem wenig Platz benötigt.
Denn die Abmessungen des neu entwickelten Luft/Wasser-Wär- metauschers von Rittal betragen nur 300 x 2.000 x 600 Millimeter (BXHxT).
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten zur Kühlung: Das Ansaugen der Warmluft und der Austritt der Kaltluft kann ent- weder an einer oder beiden Seiten des Klimaschranks erfolgen.
Diese Flexibilität beim Anreihen des Luft/Wasser-Wärme- tauschers hat den Vorteil, dass er sowohl zwischen zwei Schaltschränken als auch am Ende einer Schrankreihe montiert werden kann.
Auch die Sicherheit ist ge- währleistet.
Die vollständige Trennung von Wasserkreislauf im Klimaschrank und elektronischen Komponenten im Schaltschrank sorgt für einen maximalen Schutz.
Oben ansaugen, unten kühl ausblasen Während bei der LCP-Technologie im IT- Bereich die 19-Zoll-Einheiten mit kons- tanten 22 Grad Celsius von der Seite gekühlt werden, sind Temperatur und Luftführung bei dem neuen Luft/Was- ser-Wärmetauscher an die speziellen Anforderungen der Schaltschrank-Kli- matisierung der Industrie angepasst.
Hier liegt die Vorgabe für die maximale Innentemperatur im Schaltschrank bei 35 Grad Celsius.
Dabei muss die Kaltluft von unten vor die Montageplatte der Leistungselektronik geführt werden.
Die von der Elektronik erwärmte Luft wird daher oben angesaugt, über die kalten Hohe Packungsdichten und steigende Verlustleistungen der Elektronik in Schaltschrän- ken erfordern ein effi zientes und sicheres Kühlkonzept.
Während noch vor wenigen Jahren in der Industrie Verlust- leistungen bis maximal drei bis vier Kilowatt abgeführt wurden, sind es heute bis zu zehn Kilowatt und mehr pro Schaltschrank.
Flüssigkeitsba- sierte Kühlkonzepte, die sich seit Jahren in der IT bei der Serverkühlung etabliert haben, halten nun auch Einzug in die Industrie.
Verlustleistungen cool managen Flüssigkeitsbasierte Kühlung von Leistungselektronik Die bereits in Server-Schränken etablierte LCP-Technologie (Liquid Cooling Package) ist jetzt auch mit einer Leistung von 10 kW für Industrieanwendungen im Maschinen- und Anlagenbau verfügbar.
Intelligente Lüftführung: Die Warmluft im Schaltschrank wird oben angesaugt und als Kaltluft unten im Schrank wieder zugeführt.