handling April 2012 24 www.handling.de Lineartechnik handling: Herr Winkel, Ihr Unterneh- men feiert den 30.
Geburtstag.
Was genau nahm damals in Illingen seinen Anfang? Christian Winkel: Mein Vater, Ing.
Au- gust Winkel, hat Anfang 1982 das Un- ternehmen gegründet.
Gewissermaßen aus der Garage heraus, wir haben relativ klein begonnen, damals mit zwei Mitar- beitern.
Die Aufgabenstellung war, An- triebskomponenten für Flurförderzeuge zu verkaufen.
Hier ist einst die Kombirolle entstanden, die ursprünglich für den Ga- belstapler-Bereich entwickelt wurde und heute das Kernstück unserer Linear- und Handhabungstechnik darstellt.
Sie wird heute zu etwa 98 Prozent in der gesam- ten Lineartechnik eingesetzt, speziell für schwere Lasten von 50 Kilogramm bis 100 Tonnen in unterschiedlichsten An- wendungsbereichen.
handling: Was ist der Vorteil dieser Rollen? Christian Winkel: Winkel-Rollen ermög- lichen eine mehr oder weniger spanlose Konstruktion.
Hierin liegt ein wesent- licher Unterschied zu den verbreiteten Kugelumlaufführungen.
In Verbindung mit gekanteten Laserteilen, die man als Schlitten oder Befestigungsteile verwen- det, lassen sich sämtliche benötigten Elemente anschrauben.
Sämtliche Profi le sind schweißbar oder schraubbar und las- sen sich an Rohre oder Träger preiswert einbinden.
Die starkwandigen Profi le haben nicht nur eine Führungsfunktion, sondern auch eine statische Funktion für die Konstruktion.
Hieraus resultieren dann insgesamt preiswerte Gesamtsys- teme.
Das System ist hoch belastbar und schmutzunempfi ndlich.
Mittlerweile hat Winkel einen kompletten Baukasten an Rollen und Profi len entwickelt, aus dem die Konstrukteure je nach Anwendungs- fall sehr wirtschaftliche Systeme bauen können.
Seit Jahren sehr erfolgreich sind auch unsere vulkollan- oder polyamidbe- schichteten Winkel-Rollen – unser Speed and Silent System, das komplett war- tungsfrei ist.
Je nach Anwendungsfall sind Kosteneinsparungen von 30 bis 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Füh- rungen möglich.
handling: Was bewog August Winkel damals zu dem Schritt in die Selbstän- digkeit? Christian Winkel: Mein Vater war tech- nischer Geschäftsführer bei einem gro- Was geschah nochmal 1982? Kohl wird Kanzler in Deutsch- land, Präsident Reagan besucht Berlin, Nicole gewinnt mit „Ein bisschen Frieden“, Abba trennt sich und Deutschland unter- liegt Italien bei der Fußball- WM.
Ein Jahr mit Höhen und Tiefen.
In dieser Zeit bastelt August Winkel in seiner Gara- ge in Illingen an Hubmasten für Gabelstapler, weil er weiß, wonach die Branche sucht.
Drei Jahrzehnte später ist die Winkel GmbH bedeutender Zulieferer für alle, die Intralo- gistiksysteme herstellen.
Im Ju- biläumsjahr bringt die Firma ei- nige Highlights.
Mit dem Sohn des Gründers und Geschäfts- führers, Dipl.-Ing.
Christian Winkel, sprach handling-Chef- redakteurin Petra Born.
Innovations in Motion Von der Kombirolle zur Systemtechnik: Winkel feiert das 30.
Firmenjubiläum Partner der Intralogistik: Geschäftsführer Ing.
August Winkel, Dipl.-Ing.
Christian Winkel und Dipl.-Ing.
Thomas Riffert (von li.
nach re.).