handling April 2012 38 www.handling.de Antriebe, Steuerungen, Komponenten Edie nergiemanagement ist nicht nur für diskrete Produktion relevant.
En- ergieversorgungsengpässe an kritischen Punkten der Batchprozesse können ei- nen Verlust des gesamten Batch verur- sachen.
In einigen Fällen können sogar Produktionsanlagen beschädigt werden oder ganz ausfallen.
Christoph Behler, Senior Business Development Manager bei Mitsubishi Electric Europe, macht deutlich: „Eine Störung der Energiever- sorgung im Brennprozess in einer Sin- termetallfabrik beispielsweise könnte eine ganze Charge oder sogar die An- lage zerstören.
In der Nahrungsmittel- verarbeitung müssten ganze Chargen vernichtet werden, wenn stromaus- fallbedingt Daten nicht aufgezeichnet werden.
Ein integrierter, ganzheitlicher Energiemanagementansatz, wie ihn das ECP für bestehende oder neue Anlagen bietet, ist in der Prozessindustrie daher fundamental.“ Als Monitoring-Tool trägt das ECP zur Anlagen- und damit auch zur Produk- tionssicherheit bei.
Das bringt Wettbe- werbsvorteile, denn ein Ausfall bedeu- tet geringere Stückzahlen, Abfall und höhere Energie- und Gesamtkosten.
Die Informationen, die das ECP am lo- kalen Bedienpanel bereitstellt, kön- nen in Datenbanken gespeichert und an übergeordnete Informationssyste- me weitergegeben werden.
So lassen sich unter anderem die Energiekosten pro Maschine oder Produktionseinheit ermitteln und kontrollieren und Last- spitzen vermeiden.
Auch Anlagen der regenerativen Energieerzeugung oder anderer energierelevanter Medien wie Druckluft, Gas, Öl und Wasser können eingebunden werden.
Das schafft die Voraussetzung dafür, Werte sukzessive zu optimieren, die Produktionseffi zienz zu steigern, Wartungs- und Instandhal- tungsaufwand zu reduzieren und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unterneh- mens zu erhöhen.
Drei Modelle zur Wahl Der Anbieter verfügt über umfassende Erfahrungen mit dem Einsatz des ECP in unterschiedlichen Industriebranchen.
„Häufi g starten die Anwender mit einem Produktionsbereich und reinves- tieren die eingesparten Kosten in die schrittweise Erweiterung des skalier- baren ECP.
Somit genügt eine Art An- schubfi nanzierung für die schrittweise energetische Produktionsoptimierung“, hofft Behler.
Anwender konnten bisher eine Lastspitzenreduzierung um acht bis 30 Prozent und eine Senkung der Energiekosten um fünf bis 15 Prozent erzielen.
Durchschnittlich wurde die Lastspitze um 13 Prozent gesenkt.
Im Mittel liegt der Amortisationszeitraum des ECP bei zehn bis elf Monaten.
An- geboten werden individuelle Lösungen und Konzepte für ein Energiemanage- ment.
Drei unterschiedlich komplexe Grundversionen sind verfügbar: Bei der einfachsten Variante ECP Compact sind rund 80 Prozent der Funktionen fest- legt, etwa 20 Prozent sind frei defi nier- bar.
Die zweite Version, ECP Modular, besteht aus einzelnen, individuell kom- binierbaren Funktionsbausteinen.
Das komplexeste System, ECP Open, wird von den Entwicklern maßgeschneidert und auf Basis einer Machbarkeitsstudie an den Anwendungsfall angepasst.
bw Energy Control Pack (ECP) kommt als Lösung für eine stabile Energieversorgung in der Produktion.
Hier lassen sich energierelevante Informati- onen in den Automatisierungs- systemen sammeln und visuali- sieren.
Die Daten ermöglichen einen genauen Überblick über die Energieverbräuche einzel- ner Maschinen oder Antriebe.
Sparschwein Steckdose Energiemanagement bringt rasch signifi kante Einsparungen Das Lastprofi l entlarvt die Stromfresser: Es zeigt, wie der Energieverbrauch über der Zeit gemessen und vermindert werden kann.
Lastspitzen lassen sich begrenzen und beherr- schen.
(Foto: Mitsubishi) Energiemanagement ? Kennziffer 120 Mitsubishi Electric, Ratingen, Tel.
02102/486-0, Fax 486-1120, www.MitsubishiElectric.de