handling April 2011 12 www.handling.de Handhaben handling: IFC wird in die- sem Jahr zehn Jahre alt.
Haben sich Ihre Träume und Ansprüche erfüllt? Andreas Schirmer: Wir sind vor zehn Jahren von Null gestartet, wir hatten weder Produkte noch Kun- den – aber wir hatten eine Vision und ein Ziel: fl exible Zuführsysteme auf Basis standardisierter Kompo- nenten und Module.
Diese Vision gepaart mit je einem Jahrzehnt Branchen- und Produkt-Know-how hat uns am Markt in den unterschiedlichsten Be- reichen sehr erfolgreich gemacht.
Durch die kontinuierliche und konsequente Weiterentwicklung – die Vision immer im Hinterkopf – konnten wir unser Produktportfolio ständig ausbauen und er- weitern.
Unser Leistungs- angebot reicht heute vom einfachen Kleinförderband über opto-elektronische Zuführeinheiten und Prüfsysteme bis hin zum roboterba- sierten Zuführsystem IFC-Flexfeeder.
Des- wegen sind wir mit dem aktuellen Stand recht zufrieden.
handling: In welchem Umfang hat sich die Technologie in den vergangenen Jah- ren verändert? Machen Sie dort weiter, wo Sie angefangen haben? Schirmer: Basis für unser Kerngeschäft ist der zu Beginn geschaffene Zuführ- baukasten.
Das wird auch in Zukunft so bleiben, denn damit sind wir nach wie vor unschlagbar und können einen Großteil der Zuführaufgaben lösen und realisieren.
Um jedoch den Marktanfor- derungen noch schneller, leistungsfähiger und fl exibler gerecht zu werden, haben wir unser Produktspektrum erweitert und bieten nun den IFC-Flexfeeder an.
Hierbei handelt es sich um ein schlüsselfertiges Roboter-Zuführsystem für Schüttgut samt Grundgestell, Fördertechnik, Bildverarbei- tung, Beleuchtung, Tripod-Roboter und Steuerung.
Und auch hier ist es uns ge- lungen, den Gedanken Modularität und Standardisierung umzusetzen – und dies selbst in der Software.
handling: IFC ist eher ein kleines Unter- nehmen.
Wo liegen da die Chancen in einem stark besetzten Markt? Schirmer: Ganz einfach: In der Flexibili- tät, verbunden mit Zuverlässigkeit und Kompetenz.
Die IFC Intelligent Feeding Components wurde vor zehn Jahren von Andreas Schirmer und Steffen Ley gegründet und hat sich in der Zwischenzeit als Produzent intelligenter Zuführ- lösungen etabliert.
Die Zu- führsysteme fi nden sich unter anderem in der Automobilzu- liefer- und Automobilindustrie, der Elektro- und Elektronikin- dustrie, der Metall- und Kunst- stoffverarbeitung sowie der Medizin-, Pharma- und Kosme- tikbranche.
„Und weiter geht’s“ IFC-Chef Andreas Schirmer über Zuführsysteme und die Vorteile optischer Kontrollen Andreas Schirmer: Schneller Wechsel der Produkte.
(Foto: Schnell neu orientiert 500 Stück von Steuereinheit A heute, 200 Stück von Steuereinheit B morgen, 500 Stück von Steuereinheit C übermorgen – die Variantenvielfalt im Automobilbau ver- langt unterschiedliche Sensoren in kleinen Losgrößen.
IFC-Kunde Tyco erwartete daher ein Zuführsystem, mit dem fl exibel mindestens sechs in ihrer Form unter- schiedliche Abdeckungen für Steuereinheiten korrekt der nächsten Montagestation zugeführt werden.
Diese Montagestation verschweißt per Laser die Abdeckungen der Steuereinheiten mit den Kunststoffgehäusen.
Ein dem Handling vorgelagertes Zuführsystem vereinzelt die Kunststoff-Abdeckungen und führt sie über ein För- derband mit integrierter Beleuchtung dem ifc-fl exfeeder zu.
Mit dem Steuerungs- konzept der Zuführeinheit lassen sich neue Typen parametrieren und konfi gurieren.
Richtig viel spart Tyco im laufenden Betrieb.
Schließlich muss die Anlage an man- chen Tagen bis zu fünfmal umgerüstet werden.
Mit einer herkömmlichen Förder- topfl ösung lägen die Rüstzeiten bei drei bis fünf Stunden durch mechanische An- passungen und Justage für jeden Typen von Kunststoffdeckel.
Mit dem Flexfeeder sind es nur zehn Minuten.
Das Kamerasystem SBO..-Q von Festo ermittelt Position und Drehlage der Teile und sendet diese an die Robotersteuerung CMXR.
Falsch orientierte Abdeckungen werden über eine Rutsche aussortiert.
Richtig orientierten Teile greift das Robotersystem vom Prüfband und legt diese in eine Zentrierstation ab.
Eine Schlitteneinheit fährt den Zentriergreifer aus dem Handlingbereich des Tri- pod.
Dort entnimmt die Laserschweiß-Station die exakt positionierten Kunststoff- Abdeckungen, um diese präzise für den nachfolgenden Schweißprozess auf dem Gehäuse zu positionieren.
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