damit diese Teile Umlenkung und Antrieb passieren können.
Der Nocken-Angriffspunkt zur Übertra- gung von Schiebekräften beim Transport von Objekten sollte übrigens möglichst nahe am Zahnriemenrücken liegen, um Biegespannungen im Riemen möglichst klein zu halten.
Angeformte Werkstückaufnahmen fi n- den sich in vielen Varianten.
Einige sind inzwischen Standardausführung gewor- den, andere entstehen als anwendungs- bezogene Sonderlösung.
So ist es auch möglich, Saugbohrungen im Zahnriemen anzuordnen.
Wird der Riemen über einen Vakuumkanal geführt (Bild 4), dann hat man einen Vakuumförderer.
Vertikalmagazin Insbesondere an Transfersystemen, die Montagearbeitsplätze miteinander ver- ketten, sind vertikale Werkstückspeicher praktisch, weil sie den arbeitsfreien Raum über den Maschinen ausnutzen.
In Bild 5 wird ein solches Ma- gazin skizziert.
Die Werkstückaufnahmen (Nocken) sind der ma- gazinierten Baugrup- pe angepasst.
Werden die Umlenkscheiben erreicht, dann geben die Nocken das Ob- jekt von allein frei und zwar unmittelbar über dem Montageplatz.
Natürlich braucht man auch eine Station, an der das Magazin in umgekehrtem Ablauf wieder aufgefüllt wird.
Flächenspeicher Diese Speicher dienen der übersicht- lichen Magazinierung und Bereitstellung von Kleinteilen, beispielsweise für die Maschinenbeschickung, Prüfung, Verpa- ckung oder an Montageautomaten.
Es handelt sich entweder um passive Flach- paletten oder um aktive Magazine in der Art eines Umlaufsystems, wie es in Bild 6 zu sehen ist.
Ein Zahnriemen läuft mäanderförmig um und bringt jedes Teil an eine defi - nierte Entlade- oder Beladestelle.
Da- mit genügt ein Pick-and-Place Gerät für die Teilehandhabung.
Der Zahnriemen ist für solche Aufgaben mit speziellen Werkstückaufnahmen auszurüsten, wie ein Beispiel in Bild 7 zeigt.
Der napfför- mige Magazinplatz kann leichte Kleinteile aufnehmen.
Ein Flä- chenspeicher in der gezeigten Bauart könnte auch mobil sein.
Dann befi ndet sich der Zahn- riemenantrieb stationär an ei- ner Fertigungseinrichtung.
Die Kopplung zur Antriebs-Keilwel- le geschieht beim Aufsetzen des Flächenspeichers.
Noch Entwicklungs- potenzial In Forschungsprojekten (Nor- ditec, Uni Chemnitz, Uni Ro- stock) reiften interessante Ideen.
Es sind Zahnriemen in Entwicklung, in deren Riemen- rücken Kanäle eingelassen sind, die Elektroenergie, Informati- onen und Druckluft oder Saug- luft führen.
Die Einspeisung geschieht an den Umlenkungen innerhalb der Zahnscheiben.
Daraus erwachsen sehr interessante neue Anwendungsfelder in der Automatisierung.
Anstelle einfacher unbeweglicher Formstücke, die als No- cken dienen, sind dann auch gesteuer- te Kleinvorrichtungen mit beweglichen Komponenten auf dem Riemenrücken möglich.
Das können beispielsweise Greifeinheiten sein.
Aus dem Zugmittel „Riemen“ wäre dann ein „aktiver Zahn- riemen“ geworden.
Ein Baukastensystem von Riemenkomponenten könnte da ein neues Einsatzfeld erschließen.
he handling April 2011 21 Handhabungstechnik www.handling.de Bild 4: Zahnriemen als Vakuumförderer.
1 Zahnriemen, 2 Werkstück, 3 Vakuum- kanal.
Bild 5: Prinzip des Vertikalmagazins.
Bild 6: Aktiver Flächenspeicher (Draufsicht).
Bild 7: Magazinplatz an einem Zahn- riemen.
Breco Zahnriemen ? Kennziffer 41 Breco Antriebstechnik, Porta Westfalica, Tel.
05731/76 70-0, Fax 76 70-16, www.breco.de Fördernocken ? Kennziffer 42 NK Kunststofftechnik, Hildesheim, Tel.
05121/74994-0, Fax 74994-50, www.nk-gmbh.de Zahnriemen ? Kennziffer 43 ContiTech, Hannover, Tel.
0511/938-71, Fax 938-5128, www.contitech.de