handling April 2010 12 www.handling.de Handhaben WSystemanbieter eiss Automotive in Appenweier ist für decklackierte Kunststoffbauteile im Klein- und Mittel- serienbereich für die Pkw- und Nutzfahr- zeugindustrie.
Zur Automatisierung der modernen Spritzgießmaschine setzt das Unternehmen einen Roboter ein, der mit einem Spezialgreifer die Spitzgießteile si- cher und verzugsfrei vom Kern der Form zieht und zur weiteren Bearbeitung auf eine Förderanlage legt.
Dieser Greifer besteht aus Standardkomponenten des Greifer-Baukastens der Größen 25 und 40 aus dem Hause Bilsing Automation in Attendorn.
Zum Teilespektrum von Weiss aus dem Spritzgießverfahren gehören unter anderem Stoßfänger, Schwellerverklei- dungen, Innenträger und andere Teile zur Individualisierung von Serienfahr- zeugen im Bereich von Klein-, Mittel- und Sonderserien.
Im Angebot befi nden sich Optik- und Aerodynamikpakete, Spoiler- und Body-Kits.
Die Schweller- verkleidungen haben, um den sicheren Halt am herausfahrenden Kern der Spritzgießform zu garantieren, gut aus- gebildete Hinterschnitte.
Der Umschlag dieser Schwellerverkleidungen erfolgt mit Bilsing-Greifern.
Zum Spritzgießen setzt Weiss eine En- gel Duo 4000 mit einer Schließkraft von 4.000 Tonnen ein.
In einem Spritzgieß- zyklus werden jeweils zwei Schweller- verkleidungen auf einmal gefertigt.
Das heißt: Der Greifer hat die gefertigten, bis zu zwei Meter langen Kunststoff- teile in einem Zyklus einzeln vom Kern zu trennen und auf ein Transportband zu legen.
Entsprechend der Größe der Kunst- stoffteile ist auch der Greifer zwei Meter lang und 1,20 Meter breit.
Dieser spe- zielle Robotergreifer besteht aus zwei 40er Hauptrohren, die über Klemm- blöcke mit 25er Rohren seitlich so ver- bunden sind, dass ein stabiler Rahmen entsteht.
Die mechanische, medien- und steuerungstechnische Anbindung an den sechs-achsigen Kuka-Roboter er- folgt über ein Schnellwechselsystem.
Entsprechend der Handhabungsaufga- be ist der Greiferrahmen mit passenden Vakuumsaugern, Greifzangen, Sensoren und anderen Komponenten des Bilsing- Greiferbaukastens komplettiert worden.
Nach der Fertigstellung der Schwel- lerverkleidungen öffnet sich die Spritz- gießmaschine und schiebt die Kerne frei.
Zuerst wird die Schwellerverkleidung aus der oberen Kavität gelöst.
Dazu set- zen zunächst die Vakuumsauger auf das Spritzgießteil auf.
Die Vakuumsauger sind über Klemmblöcke und Schwenkar- me mit dem Grundrahmen verbunden.
Im zweiten Schritt greifen sich die Zan- gen die Angussstege, um das Spritzgieß- teil aus dem Hinterschnitt herauszuzie- hen.
Dabei muss mit der notwendigen Kraft in die richtige Richtung gezogen werden – eine kniffl ige Optimierungs- aufgabe.
Pneumatikzylinder, die ebenfalls über Schwenkarme und Klemmblöcke mit dem Hauptrahmen verbunden sind, bewegen die Greiferzangen.
Die Suche nach dem optimalen Maß des Anliftens des Spritzgießteils mit Hilfe der Anguss- Zur Automatisierung mo- derner Spritzgießmaschinen setzt Weiss Automotive einen Roboter ein, der mit einem Spezialgreifer von Bilsing die Spitzgießteile sicher vom Kern der Spitzgießform zieht und zur weiteren Bearbeitung auf eine Förderanlage legt.
Baukasten-Lösung Innovative Entnahme von Großteilen aus Spritzgießmaschinen Bilsing-Greifer beim Umschlag von Schwellerverkleidungen.