handling April 2010 36 www.handling.de Antriebe, Steuerungen, Komponenten Dsowie as Landeskrankenhaus Innsbruck (LKI) die Universitätskliniken sichern in Tirol und teilweise auch Südtirol und Voralberg die medizinische Grundversor- gung der Bevölkerung.
Dabei garantiert die Verbindung von LKI mit der Medizi- nischen Universität Innsbruck den Zugang zu den jeweils modernsten medizinischen Verfahren.
Mehr als 4.500 Mitarbeiter der insgesamt 6.500 Beschäftigten sorgen am Standort Innsbruck für eine hochwertige medizinische Versorgung.
Dazu gehört es auch, Blutkonserven, Gewebe- und Blut- proben sowie andere gegenständliche Proben innerhalb kürzester Zeit den Weg über das 1,83 Hektar große Gelände zu schicken.
Früher, als noch Berichte und Formulare in Papierform unterwegs wa- ren, erledigte eine Rohrpostanlage diesen Transport – heute geht das via Computer.
Für das Labormaterial waren früher bis zu 70 Pfl egehelfer täglich damit beschäf- tigt, es zu Fuß und per Fahrrad von Ab- teilung zu Abteilung zu bringen, um eine schnelle Diagnostik während einer Ope- ration oder einer Behandlung zu ermög- lichen.
Das ist jetzt anders: Im Jahr 2000 kam eine Neuentwicklung auf, die derart sorgsam mit Rohrpostsendungen umging, dass man ihr sogar empfi ndliche Blutpro- ben anvertrauen konnte.
Die Klinikleitung entschloss sich deshalb dazu, das alte, be- stehende Rohrpostsystem komplett zu mo- dernisieren und zu erweitern.
Inzwischen ist das gesamte Leitungsnetz mehr als 30 Kilometer lang, und die Rohrbomben ab- solvieren mehr als 3.000 Fahrten am Tag.
Alle Behälter sind mit kleinen Chips aus- gestattet, die ihnen den Weg zurück zur Basisstation weisen.
Nach ungefähr 7.000 Fahrten steuern sie automatisch die Ser- vicestation an: Die technische Überho- lung ist notwendig, denn die Kapseln sind je nach Anwendung mit zehn bis vierzig Stundenkilometer unterwegs.
Damit legen sie die größte Entfernung innerhalb der Anlage in längstens sechs Minuten zurück.
Robotersysteme zur Verteilung der Behäl- ter in den Knoten machen das möglich – im Vergleich zu den vorher eingesetzten Weichen arbeiten sie viel zuverlässiger.
Insgesamt ist das System dreigeteilt: die Rohrpost für das Zentrallabor, das Haupt- nutzer ist, ein Hauspostsystem sowie ein Transportsystem für Blutkonserven und Gewebeproben.
Die Erweiterung der Kliniken zog auch eine Erweiterung des Systems mit sich – mit der Folge, dass die Gebläseleistung angepasst werden musste – auf hohe Anforderungen: Absolut zu- verlässig, ausfallsicher und einfach durch den Endanwender parametrierbar muss sie sein.
Außerdem war auch Beratung, Betreuung und Service des Herstellers auf hohem Niveau gefordert.
Die Entscheidung fi el auf Frequenzum- richter der modularen Serie VLT HVAC Drive von Danfoss, die speziell auf den Be- trieb von Pumpen, Lüftern und Gebläsen abgestimmt ist.
Sie haben mehrere Steck- plätze für eine optimale Anpassung an die jeweilige Aufgabe: Einfach die passenden Erweiterungsmodule bei der Bestellung ordern oder später leicht per Plug-and- Play nachrüsten.
Im ersten Fall erhält der Anwender einen komplett montierten und Sensible Fracht saust auf dem Gelände der Innsbrucker Uni-Klinik per Rohrpost von Abteilung zu Abteilung.
Die Tiroler erweiterten und modernisierten eine beste- hende Anlage zur modernsten Rohrpostanlage Europas.
Für den notwendigen Druck sorgen mehr als hundert frequenzgeregelte Gebläse – gesteuert von Danfoss Frequenzumrichtern.
Durch die Klinik gepustet Frequenzumrichter steuern Rohrpostanlage für empfi ndliche Proben Starke Gebläse pusten die Rohrpost be- hutsam durch das 30 Kilometer lange Stre- ckennetz.
Seit der Modernisierung und Erweiterung der Anlage hat das System mehr als sieben Millionen Fahrten absol- viert.
Alle Behälter sind für die höchstmögliche Sicherheit mit kleinen Chips ausgestattet, die ihnen den Weg zurück zu ihrer Basis- station zeigen.
Nach 7.000 Fahrten steuern sie automatisch zur Überholung in die Ser- vicestation.
Robotersysteme verteilen die Rohrpostbe- hälter in den Knoten.