handling April 2010 24 www.handling.de Lineartechnik Dnologie ie Bedeutung der Beschichtungstech- wird durch wachsende Pro- duktanforderungen in Industrie und Fahr- zeugbau weiter steigen.
Beschichtungen werden auf unterschiedliche Weise auf Oberfl ächen von Bauteilen aufgebracht, ohne dass zwischen Schicht und Grund- material eine thermo-chemische Diffusion eingegangen wird.
Mit einem eigenen Oberfl ächentechnikum stehen den Ent- wicklungsingenieuren bei Schaeffl er An- lagen und Kapazitäten zur Verfügung, die neue Möglichkeiten besonders in der Kombination unterschiedlicher Verfahren und Materialien eröffnen.
Entscheidend ist die ganzheitliche Betrachtung der Sys- temanforderungen an das eingesetzte Wälzlager und die frühe Einbindung der Oberfl äche als konstruktives Element in den Entwicklungs- und Produkt- entstehungsprozess.
Das Oberfl ächentechnikum von Schaeffl er ermöglicht da- bei sowohl die Entwicklungs- arbeit im Labormaßstab als auch die sichere Überfüh- rung in den Produktionspro- zess der Großserienfertigung.
Tribologische, also reibungs- optimierte und verschleißfeste Schichtsysteme können mit Hilfe der PVD-/PACVD-Anlage entwickelt und umgesetzt werden.
Das Beschichtungsma- terial liegt dabei entweder in fester (PVD – physical vapour deposition) oder gas- förmiger Form (PACVD – plasma assisted chemical vapour deposition) vor und wird im Vakuum abgeschieden.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Beschichtungsmetho- den sind mit diesem umweltfreundlichen Vakuumverfahren einzigartige Zusammen- setzungen unterschiedlicher Materialien und Schichten realisierbar.
Beispiel ist das Triondur C: Das koh- lenstoffbasierte, diamantartige Schicht- system bietet bei minimaler Reibung maximalen Schutz gegen abrasiven und adhäsiven Verschleiß und wurde speziell für Wälzlageranwendungen entwickelt.
Die Trockenreibung gegen Stahl verrin- gert sich um bis zu 80 Prozent.
Wird nur ein Reibpartner beschichtet, erhöht sich die Gebrauchsdauer des gesamten tribo- logischen Systems erheblich.
Durch den verformbaren Schichtaufbau verträgt Tri- ondur C hohe Flächenpressungen, wie sie zum Beispiel in Wälzlagern auftreten.
Ty- pische Anwendungen sind Tonnenrollen in Pendelrollenlagern für Papierkalander, Tonnenrollen in Axial-Pendelrollenlagern für Hydraulikmotoren oder Laufrollen mit beschichtetem Außendurchmesser für die Druckindustrie.
Darüber hinaus steht eine Galvanik- Entwicklungsanlage zur Verfügung für die Entwicklung umweltverträglicher und damit kunden- und zukunftsorientierter Korrosionsschutzschichten.
Im Fokus ste- hen dabei unter anderem Beschichtungen, die frei von sechswertigem Chrom sind und damit die strengen Anforderungen der neuen EU-Altautoverordnung erfül- len.
Beide Anlagen ermöglichen außer- dem die kosten- und funktionsorientierte Kombination der verschiedenen Abschei- deverfahren und Schichtsysteme.
Das un- terstützt den Aufbau einer umfassenden, ganzheitlichen Kompetenz in der Oberfl ä- chentechnik bei Schaeffl er.
In Verbindung mit den zentralen Forschungs- und Ent- wicklungseinrichtungen des Unterneh- mens, die mit Ihren Versuchs-, Grundla- gen- und Berechnungsabteilungen sowie den werkstoffwissenschaftlichen Mitar- beitern ein umfassendes Know-how bereit halten, steht das Oberfl ächentechnikum für eine schnelle Umsetzung von maß- geschneiderten und kundenorientierten oberfl ächentechnischen Lösungen.
pb Schaeffl er nutzt moderne Beschichtungstechnologie, um die Funktionalität von Oberfl ä- chen hoch beanspruchter Wälz- lager und Präzisionsbauteile zu optimieren.
Im Fokus stehen Beschichtungen zur Vermei- dung oder Verringerung von Korrosion und Passungsrost, Verschleiß, Reibung, Schlupf sowie Stromdurchgang.
Weniger Reibung Entwicklungsarbeit im Oberfl ächen-Technikum Triondur- beschichtetes zweireihiges Axial-Zylinderrollenlager.
Triondur-beschichtete Tonnenrollen in Pen- delrollenlagern für Papierkalander oder Hydraulikmotoren.
(Fotos: Schaeffl er) Beschichtungstechnologie ? Kennziffer 136 Schaeffl er, Schweinfurt, Tel.
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