handling April 2010 30 www.handling.de Bzeder ei Reduzierung der Energieeinsät- gilt die Automatisierungstechnik als kritischer Faktor.
Sie wird benötigt, um Informationen hinsichtlich des Ener- gieverbrauchs in Echtzeit als Basis für den energieeffi zienten Betrieb von Maschinen und Anlagen zur Verfügung zu stellen.
Heute sind Maschinen und Anlagen auf maximale Produktivität ausgelegt.
Ener- gieverbrauch spielt eine untergeordnete Rolle.
Zur Erfüllung der Produktivitätsziele werden Automatisierungssysteme ver- wendet, die sich an die unterschiedlichen Produktionssituationen anpassen lassen.
Dabei steht die Steuerung über industri- elle Kommunikationssysteme mit den ver- bauten Sensoren und Aktoren in Verbin- dung.
Darüber hinaus kommuniziert sie mit überlagerten Leitsystemen.
Die SPS erhält also sowohl Informationen über den Maschinenstatus als auch auftrags- bezogene Daten.
Somit liegen ihr Anga- ben und Übertragungswege vor, um die Anlage energieeffi zient zu steuern.
Dennoch ist derzeit relativ wenig über den Energieverbrauch der einzel- nen Geräte sowie des Systems bekannt.
Informationen über den optimalen Ar- beitspunkt in Bezug auf den Energiever- brauch und die in diesem Fall gefertigten Stückzahlen existieren in der Regel nicht.
Ferner fehlt es an Standardisierungen auf der System- und Geräteebene, wo- mit Teile der Maschine bei wechselnder Auslastung in einen Energiesparzustand geschaltet werden können.
Energie- Managementsysteme ermöglichen ein Energie-Monitoring nach Ort, Zeit und Auftragssituation.
Darauf können Ana- lyse-Tools zugreifen.
Dabei ist es wich- tig, ausreichend Messdaten pro Einzel- verbraucher zu erheben.
Die müssen außerdem produktionsmengenbezogen gemessen werden.
Daraus wird nun der optimale Arbeitspunkt errechnet.
Sofern die Angaben zum Energiever- brauch bereits heute gesammelt wer- den, analysiert sie der Anwender meist im Nachhinein.
Damit stehen sie nicht zur Steuerung des laufenden Produkti- onsverfahrens zur Verfügung.
Deswegen müssen die Überwachungssysteme di- rekt mit dem Leit- und Steuerungssystem gekoppelt werden, um den Energiever- brauch bezogen auf die Fertigungsmen- ge zu reduzieren.
Die Steuerungen aus der Produktfamilie der Inline Controller (ILC) von Phoenix Contact bieten diese Möglichkeit.
Sie sind via Standard-In- terfaces mit den Messstellen verbunden und schreiben die dort gesammelten Da- ten über IEC61931-Bausteine direkt in die Datenbanken.
Die Maschinensteue- rung verwendet die Informationen dann zur Online-Optimierung des Energiever- brauchs.
Defi niertes Herunterfahren Der Energieverbrauch lässt sich auch während der Stillstandszeiten senken.
Untersuchungen belegen, dass die Fer- tigungsanlagen der Automobilindustrie bis zu 60 Prozent ihrer Energie im Leer- lauf verbrauchen.
Zur Verbesserung die- ser Situation wurde auf Anregung der Automatisierungsinitiative der deutschen Die Verbesserung der Ener- gieeffi zienz von Geräten und Systemen sowie Maschinen und Anlagen eröffnet noch ein großes Potenzial.
Lösungen sind aber bereits im Markt.
Angepasster Bedarf Energieeffi zienter Betrieb von Maschinen und Anlagen bei Automatisierungslösungen Special HMI Energie überwachen Messen t Berichten t Auswerten t Energiebezug optimieren Energiebezug vorhersagen t Lasten managen t Ef zienz erhöhen Potenziale erkennen t Maßnahmen ableiten t Maßnahmen verifi zieren t Energiemanagement ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.