handling März 2012 12 www.handling.de Handhaben Hweise ydraulikaggregate werden üblicher- dort eingesetzt, wo auf kleinem Raum viel Kraft zu erzeugen ist.
Damit beispielsweise Windenergieanlagen mög- lichst optimal arbeiten können, müssen die Rotorblätter sowie die sie tragende Gondel in den Wind gestellt werden.
Umgekehrt sind beide Komponenten bei Sturm oder Wartungsarbeiten sofort aus dem Wind zu nehmen und festzustellen.
Das Hawe Hydraulikwerk in Freising, eins von sieben Produktionsstandorten, fertigt unter anderem Kompaktaggregate für diese Aufgabe.
Ein Handhabungsgerät von Zeilhofer unterstützt hier die Teile- fertigung.
Ein anschlussfertiges Kompakt-Pum- penaggregat besteht aus Gehäuse, Mo- tor und Pumpe.
Durch den Anbau von verschiedenen Anschlussblöcken und Ventilverbänden lassen sich kompakte Systemsteuerungen aufbauen.
Aus Ge- wichtsgründen sind das Gehäuse und andere Teile aus Aluminiumguss gefer- tigt.
Hierfür müssen die Rohteile so fest in die Bearbeitungsmaschine eingespannt werden, dass sie sich präzise bearbeiten lassen, ohne sich zu verformen.
Die er- forderlichen Spannvorrichtungen sind bis zu 30 Kilogramm schwer.
Die Fertigung der Gehäuseteile erfolgt in zwei Bearbei- tungszentren – es sind vertikale Drehzent- ren mit baugleichen Haupt- und Gegen- spindeln, die eine zeitgleiche Vorder- und Rückseitenbearbeitung ermöglichen.
Die bei Hawe installierten Maschinen haben drei Werkzeugrevolver, mit denen die Werkstücke komplett bearbeitet werden.
Die Hauptspindel befi ndet sich tief im Arbeitsraum, so dass der manuelle Aus- tausch der schweren Spannwerkzeuge den Werker körperlich stark belastete.
Deshalb war ein Handhabungsgerät er- forderlich geworden, das durch den vor- deren Zugang tief in den Arbeitsraum einfahren kann.
Die beiden Bearbeitungs- zentren fertigen zusammen etwa 105 unterschiedliche Teile für verschiedene Produkte Hawe erreicht die hohe Ferti- gungsfl exibilität durch unterschiedliche Spannvorrichtungen.
Mobiles Handhabungsgerät Beim Produktwechsel sind die Spannmit- tel für die Hauptspindel und die Spann- dorne für die Gegenspindel zu wechseln.
Dazu steht nun ein pneumatisch arbeiten- des Handhabungsgerät von Zeilhofer zur Verfügung.
Da die beiden Bearbeitungs- zentren nicht nebeneinander stehen, ist ein mobiles Handhabungsgerät im Ein- satz.
Es ist auf einer eigenstabilen Grund- platte montiert, besitzt eine Tragfähigkeit von 60 Kilogramm und bietet einen Ar- beitsradius von 2.500 Millimeter.
Es wird an die betriebliche Druckluftleitung ange- schlossen und ist einsatzbereit.
Zunächst sind die bereits eingespannten Spannmittel aus dem Arbeitsraum zu holen.
Dazu setzt die Hauptspindel die auszuwechselnde Spannvorrichtung auf einen Ablageteller im Arbeitsraum.
An- schließend wird der Greifer des Handha- bungsgeräts präzise an die Spannvorrich- tung herangeführt.
Beim Aufnehmen des Spannmittels wird automatisch das Ge- wicht detektiert.
Per Knopfdruck speichert die pneumatische Steuerung das Gewicht der aufgenommen Last und sorgt für den Aufbau des Gegendrucks im Hubzylinder.
Nun führt der Bediener die Spannvor- richtung schwerelos und sicher aus dem Arbeitsraum.
Zur zusätzlichen Unterstüt- zung von Auf- und Abwärtsbewegungen kann der Bediener entsprechende Taster oder den Joystick an der Bedieneinheit nutzen.
Wenn die Spannvorrichtung auf dem Wagen abgelegt ist, löst der Bedie- ner in sicherer Zweihandbedienung den Greifer von der Last.
Sofort schaltet sich die Steuerung automatisch in den Leer- gewichtszustand, damit die Greifereinheit nicht nach oben schnellt.
Präzises Führen an der Last In gleicher Weise nimmt der Bediener die einzuwechselnde Spannvorrichtung auf und schwenkt sie in den Arbeitsraum des Dreh- und Fräszentrums.
Dort legt er die Spannvorrichtung auf die Nut des Abla- getellers, wo sie von der Hauptspindel übernommen wird.
Um dieses Prozede- re zu erleichtern, kann der Bediener von Ein mobiles Handhabungsgerät von Zeilhofer erleichtert die Fertigung von Kompaktaggre- gaten im Hawe Hydraulikwerk in Freising.
Schwerelos zur Fräse Schonender Austausch von Spannvorrichtungen Der weit ausladende Greifer nimmt das Spannmittel auf.
(Fotos: Springfeld)