handling März 2012 46 www.handling.de Material Handling Dpostulierte as muss doch auch einfacher gehen,“ ASA-Geschäftsführer Ma- rio Krämer.
Er hatte einen Auftrag für eine Anlage zum Verpacken von Hotdog-Bröt- chen ins Haus geholt.
Traditionell hätte die Konstruktionsabteilung die Anlage mit Kipp- und Rückzugsbändern entwickelt.
Aber dann fi el jener Satz, der viel Kons- truktionsaufwand, Mimik und Peripherie sparen sollte: Die Aufgabenstellung, so er- innert sich Mario Krämer, habe sein Kunde sehr einfach formuliert: „Aus zwölf Ton- nen Teig pro Stunde möchte ich Hotdog- Brötchen herstellen.“ Solche Massen sind nur mit einer rund um die Uhr laufenden Anlage zu bewältigen.
Aufsummiert sol- len auf der Anlage rund 300 Tonnen Teig am Tag verarbeitet werden.
Für die Logistik heißt das, dass fast 100 Lkw pro Tag die Hotdog-Brötchen abho- len.
Von einfach bis kniffl ig waren die technische Auslegung und die Konfi gura- tion der Anlage zu bewältigen.
Das ASA- Engineering war gefragt: Wie soll die An- lage aussehen? Wie sollen die Brötchen verpackt werden? Wieviele Varianten soll es geben? Immerhin sind die Brötchen schon vorgebacken, wenn sie in den Ar- beitsbereich der ASA-Anlage kommen.
Eine grundlegende Frage war schnell ge- löst.
Die Masse von 100.000 Brötchen pro Stunde wird auf vier mehr oder weniger identische Anlagen verteilt, die je 25.000 Brötchen pro Stunde bewältigen.
Referenzen sind gefragt Für den Kunden passte es gut ins Bild, dass ASA Referenzanlagen in der Schoko- ladenindustrie nennen und eine auf den Kunden zugeschnittene Simulation im Vorfeld zeigen konnte.
Nur: Schokolade- tafeln sind fl ach, haben immer die gleiche Form und fallen vor allem beim Transport nicht um.
Nicht so die Hotdog-Brötchen.
Weil sie rund und leicht sind, drehen oder überschlagen sie sich.
Jedenfalls liegen sie nie eindeutig defi niert auf dem För- derband, wie es der Roboter gern hätte.
Etwa 200 Millimeter sind die Brötchen lang bei einer Masse von durchschnitt- lich 120 Gramm.
Übernommen werden sie 1,2 Meter im Quadrat großen Back- blechen.
Darauf werden in fünf Reihen je 16 Brötchen gebacken.
Konventionell hätte man die Brötchen vom Backblech geschoben, mit mehr oder weniger auf- wändigen, mechanischen Vorrichtungen geordnet und dann zur Verpackungsma- schine von Wolf hin vereinzelt.
Solche meist formatabhängigen Vorrichtungen sind nicht ganz einfach einzustellen und erfordern viel Fingerspitzengefühl bei ei- ner eventuellen Formatumstellung.
Vor der Roboterstation werden die Brötchen an einem Ausrichtschwert griffgerecht aufgereiht.
Dann nimmt der Roboter die Reihe Brötchen und setzt sie auf den För- derbändern in Richtung Flowpack-Ma- schine ab.
Dabei werden die Brötchen so positioniert, dass sie über fl exible Schar- nierbandbänder direkt der Einzelverpa- ckung zugeführt werden.
Die Entscheidung für einen Roboter war deshalb schnell getroffen.
Mario Krämer: „Die Mimik durch einen Robo- ter zu ersetzen, ist unserer Ansicht nach der beste, sicherste und sauberste Weg, die Aufgabe zu lösen.“ In der gewählten 100.000 Brötchen pro Stunde zwischen Backen und Ver- packen sind eigentlich nicht automatisch eine Automati- onsaufgabe.
Dass sich dies bei Hotdog-Brötchen von vier Produktionslinien lohnt, zeigt eine Lösung von ASA.
Brötchen zuverlässig zu greifen, ist gar nicht so einfach und erfordert ein sorgfäl- tiges Engineering.
Das Abgreifen der Brötchen übernimmt ein schneller Roboter mit großer Reichwei- te.
(Fotos: ASA) Roboter greift Hotdogs Brötchenhandling vom Band auf den Automaten verlagert