handling März 2012 38 www.handling.de Robotertechnik DdieMilchprüfring er Bayern (MPR) prüft Qualität der Milch von rund 40.000 Erzeugern.
Milchproben von knapp einer Million Kühen durchlaufen die Hightech-Labors in Wolnzach.
Fett- und Ei- weißgehalt, bakteriologische Beschaffen- heit, Gefrierpunkt, Gehalt an somatischen Zellen und Hemmstofffreiheit heißen die ständig zu überwachenden Prüfkriterien.
Um möglichst schnell, sicher, zuverlässig und kosteneffi zient arbeiten zu können, setzt der MPR auf modernste Labortech- nik und hat sich zur Investition in zwei Anlagen für die Hemmstoffanalyse ent- schlossen.
Die robotergestützten Systeme von Hamilton Robotics setzen Maßstäbe in diesem Bereich und ermöglichen die Analyse von rund 10.000 Proben inner- halb von sechs Stunden.
Bei der Hemm- stoffanalyse werden die Milchproben auf Arzneimittelrückstände wie Penicilline und Sulfonamide untersucht.
Die Anlagen von Hamilton übernehmen die Verteilung von Milchproben aus Probenfl aschen in Mikro- titerplatten (MTP), die Inkubation der MTP sowie die optische Hemmstoffanalyse.
Die komplett eingehausten Anlagen beste- hen im Wesentlichen aus einem Hamilton Microlab Starplus Pipettierroboter, einem Reservoir für Mikrotiterplatten, einem Inkubatorschrank, einer optischen De- tektionseinheit und einem Stäubli-Sechs- achsroboter TX60, der die Verteilung der Mikrotiterplatten zwischen den Stationen übernimmt.
Roboter bringt die Platten zum Bebrüten...
Die Probenfl aschen mit den Milchproben kommen in Rundkassetten an der Anlage an.
Eine Rundkassette enthält maximal 72 Probenfl aschen.
Im ersten Schritt werden die Probenfl aschen automatisch vereinzelt.
Ein Scanner erfasst den Barcode jeder ein- zelnen Flasche und liest die Informationen ein.
Danach gelangen die Flaschen über ein Zuführsystem zur Pipettierstation.
Wäh- rend hier die Bereitstellung der Probenfl a- schen für die anschließende Pipettierung in vollem Gange ist, übernimmt auf der ande- ren Seite der Anlage ein präzise arbeitender Roboter von Stäubli eine weitere wichtige Aufgabe: Der Sechsachser entnimmt aus einem Magazin die Mikrotiterplatten, fährt damit zu einer Scannerstation, die den Bar- code der MTP einliest.
Durch das Scannen der Barcodes der Probenfl aschen und der Milch gehört zu den besonders streng kontrollierten Lebens- mitteln.
Für die Umsetzung der Milch-Güterverordnung sorgt unter anderem der Milch- prüfring Bayern.
In Wolnzach unterhält er das wohl größte und modernste Labor weltweit und setzt auf Automation – mit einem Stäubli-Roboter.
Der Milch-Abholer Robotergestützte Automation im Milchprüfl abor