handling Februar 2012 36 www.handling.de Ident- und Kommunikationstechnik Ierarbeitet m Dreiländereck nahe des Bodensees der Schweizer Auftragsferti- ger Vosch Electronic seit 1974 zukunfts- orientierte Lösungen für Kunden aus ver- schiedensten Industriesegmenten.
Dies e sind vor allem in der Analysetechnik, Ge bäudeautomation, Verkehrstechnik, Sensorik und zu 35 bis 40 Prozent im Maschinenbau beheimatet.
Auch Her- steller von Kabelkonfektioniermaschinen setzen auf die Entwicklung von Soft- und Hardware, Bestückung von Leiterplatten oder die Baugruppenmontage von Vosch Electronic.
Das Kerngeschäft des Unter- nehmens liegt im individuellen Erstellen von kundenspezifi schen Lösungen.
Ge- schäftsführer Uwe Frech sagt dazu: „Wir verstehen uns als klassischer Dienstleister.
Wir bieten Schnittstellen nach Maß: von der Entwicklung über die Fertigung (Pro- totypen bis Mittel- und Kleinserien), vom Test bis zum Reparaturservice – alles aus einer Hand.“ Derzeit produziert Vosch mit drei SMD-Linien, einer THT-Bestückungs- abteilung sowie mit entsprechendem Test equipment (AOI, In-Circuit Test, Flying Probe sowie Funktionstests).
Pro Jahr wer- den in Goldach rund 150.000 bis 200.000 Baugruppen gefertigt.
Bei Losgrößen zwi- schen eins und 6.000 bedeutet dies etwa 1.000 verschiedene Baugruppen per an- num, wobei die durchschnittliche Losgrö- ße ungefähr 300 beträgt.
Qualität hat hier den höchstmöglichen Stellenwert.
Vosch setzte lange Zeit auf den klassischen In-Circuit-Test sowie an- schließenden Funktionstest.
Da diese Prüftechnologien aber keine Aussage über möglicherweise falsch bestückte Bauteile oder fehlerhafte Lötstellen tref- fen können, wurde als zusätzliche Qua- litätssicherungsmaßnahme die manuelle Inspektion der produzierten Baugruppen eingeführt.
Doch mit der steigenden An- zahl an gefertigten Boards wuchs auch die Notwendigkeit zur Automatisierung dieser Methode.
Im Jahr 2007 startete die Evaluation bezüglich der Anschaffung eines Systems zur Automatischen Optischen Inspektion (AOI).
Allerdings gab es innerhalb des Un- ternehmens auch Vorurteile gegenüber der AOI.
„Gerade im Hinblick auf Pseu- dofehler und Schlupf hatten wir Vorbe- halte gegen eine automatisierte Lösung“, erklärt Uwe Frech.
Die Evaluierung mög- licher AOI-Anbieter dauerte mehr als ein Jahr.
„Wir haben uns alle großen Anbie- ter intensiv angeschaut und uns schließ- lich für ein System entschieden, das nicht nur unsere Vorbehalte ad absurdum legte, sondern Eigenschaften mitbrachte, die uns die Entscheidung am Ende leicht machten“, fügt der Geschäftsführer hin- zu.
Er entschied sich für ein OptiCon Ad- vancedLine von Göpel electronic, einem Anbieter aus Jena.
Die Kriterien Durch- fahrtshöhe, Schrägblick, Rückverfolgbar- keit der Prüfergebnisse und vor allem die Bedienfreundlichkeit spielten die ent- scheidenden Rollen für das AOI-System.
Ungeahnte Möglichkeiten Obwohl das OptiCon AdvancedLine ein Inline-System zur Integration in eine Fertigungslinie ist, wird es bei Vosch als Nur etwa 300 beträgt die durchschnittliche Losgröße der Baugruppen bei Vosch Electronic in der Schweiz.
Bei den ständig wechselnden Konfi gurationen ist ein Quali- tätstest unumgänglich – eine automatische optische Inspek- tion (AOI) bringt deutliche Verbesserungen.
Automatisches Auge Bessere Qualität bei der Produktion elektronischer Bauteile Typische Baugruppe, bei Vosch Elektronik gefertigt: Per AOI wird die Qualität gesichert.