können.
Die Teile laufen auf der Wendel eines Vibrationswendelförderers.
An einem einfachen Kippkanteneinsatz stürzen Teile ab, wenn sie auf der kleinen Stirnfl äche aufl iegen.
Liegen sie dagegen mit dem großen Durchmesser auf, dann können sie die Stelle, man bezeichnet das als Schikane, ohne Absturz passieren und befi nden sich in „Richtiglage“, wie sie für den nächsten Arbeitsgang gebraucht werden.
Damit das funktioniert, muss der Abstand b, abhän- gig von den Teiledurchmessern und dem Winkel der Kippkante, festgelegt werden.
Das lässt sich mit den Diagrammen (nach Boothroyd) ermitteln.
Gleiten und Hängen Die Hängefähigkeit von Werkstücken ist eine wertvolle Eigenschaft beim selbsttä- tigen Zuführen.
Alle pilzartigen Teile sind hängefähig, aber auch Teile mit Greif- öffnungen sind es und solche mit einer gabelförmigen Gestalt.
Einige Beispiele kann man in Bild 4 sehen.
Das Gleiten auf schrägen Schienen ist technisch leicht realisierbar und die Teile nehmen dabei einen stabilen Zu- stand ein.
Es gibt natürlich große Verhaltens- unterschiede, wenn man Werkstücke einzeln oder im Ver- band laufen lässt.
Bei einer Liniena- nordnung können beispielsweise ger- adverzahnte Stirn- räder nicht mehr in einer Rinne abrollen, weil sie sich gegen- seitig an den Zäh- nen verhaken.
Bei schrägverzahnten Stirnrädern tritt dieser Effekt nicht mehr auf.
Lässt man Schrauben in einer Rinne mit Abdeckblech gleiten, dann können kleine geometrische Details dazu führen, dass sie sich gegen die Deckschiene ver- klemmen.
Der Nach- lauf ist gestört.
Das Bild 5 zeigt das bei Schrauben mit an- gepresster Scheibe.
Wird das Aufsteigen durch Geometrie- veränderungen an der Schraube ver- hindert, dann ist auch das Gleiten im Verband störungs- frei möglich.
Was beeinfl usst das Werkstückverhalten? An erster Stelle ist der Verhaltenstyp zu nennen.
Man unterscheidet (nach Frank) 12 Typen (Bild 6).
Jeder Typ weist eigene Merkmale und spezifi sche Eigenheiten auf, die das Verhalten prägen.
Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Auswahl von Handhabungsgeräten.
Sie sollen möglichst gut zum jeweiligen Verhaltenstyp pas- sen.
Weiterhin sind physikalische Eigen- schaften, kennzeichnende Formelemente (Bohrung, Nut, Fase…) und die Größe des Objekts von Bedeutung.
Mikroteile verhal- ten sich überdies deutlich anders als solche aus der Makrowelt und verschmutzte Teile wiederum anders als Teile mit sauberer Oberfl äche.
he handling Februar 2012 19 Handhabungstechnik www.handling.de Bild 3: Ordnen von Kegelteilen im Vibrator.
1 Vibratorwendel, 2 Kippkanteneinsatz, 3 Werkstück, b‘ maximal akzeptabler Abstand, beeinfl usst von den Parametern des Schwingsystems.
Literatur Groh, W.: Das Ordnen von Massenteilen und ihre selbsttä- tige Zuführung in die Werkzeugmaschine.
Werkstattstech- nik 47(1957) 8, S.
402-410 Frank, K.-E.: Handhabungseinrichtungen.
Krauskopfverlag, Mainz 1975 Hesse, S.: Grundlagen der Handhabungstechnik.
2.
Aufl ., Hanser Verlag, München 2010 Bild 4: Das Werkstückmerkmal „Hängefähigkeit“.
a) Doppelschiene, b) Objektöffnung, c) Monoschiene, 1 Werkstück, 2 Schiene, 3 Hakengreifer.
Bild 5: Störungsfreies Gleiten sichern! Bild 6: Einteilung von Werkstücken in Verhaltensgruppen.