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? Kennziffer 46 Flugzeugbau an der Straße Flugzeuge werden in großen Montageanlagen zusam- mengebaut.
Doch die Errichtung solcher Anlagen ist sehr aufwändig.
Immerhin sind Flugzeugbauteile sehr groß – bereits einzelne Rumpfsegmente sind mehr als zehn Meter lang.
Dennoch müssen sie hochpräzise im Jet verbaut werden.
Bei der Montage tolerieren die Flugzeugbauer Abweichungen von maximal 0,2 Milli- meter – und das bei Komponenten, die mehrere Tonnen wiegen.
Um die gewichtigen Bauteile genau in Position zu bringen, setzen die Produzenten deshalb auf massige Fabrikationsanlagen – Montagezellen genannt.
Das sind große Bögen, die wie Containerbrücken auf Stahlschie- nen und schweren Betonfundamenten über den Rumpf hinweggleiten und beispielsweise Aluminiumteile nie- ten.
Diese Montagezellen sind teuer und müssen für jeden Flugzeugtyp neu angefertigt werden.
Nun haben Fraunhofer-Forscher eine fl exible Montagestraße konzi- piert, in der Roboter wie in der Automobilproduktion ans Werk gehen: Flugzeuge sollen künftig von einem Ensemble aus vielen kleinen Industrierobotern mecha- nisch bearbeitet und zunehmend auch geklebt wer- den.
Ein solches Vorgehen macht dann Montagezellen entbehrlich.
Rumpfsegmente und Seitenleitwerke oder Tragfl ächen gleiten dabei auf einer Art Fließbandschlit- ten an den einarmigen Robotern vorbei, die nacheinan- der an verschiedenen Stationen kleben, bohren und frä- sen.
Natürlich muss auch eine solche Anlage auf einen neuen Flugzeugtyp abgestimmt werden, der Installatio- nsaufwand ist aber deutlich geringer.
Nun wurde eine erste wichtige Komponente einer solchen Montagelinie vorgestellt: ein Greifer, der fl exibel Flugzeugbauteile mit verschiedenen Geometrien aufnehmen kann.
Das geschieht durch beweglich angeordnete Saugnäpfe, die auf robusten Gelenken sitzen.
Die Saugnäpfe ruhen auf einer Rahmenstruktur aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), der stabil und leichter als Metall ist.
Dadurch können die Industrieroboter den Greifer und die Bauteile genau positionieren.
Das Greiferprinzip er- scheint zwar simpel, aber die Handhabung der Bauteile ist kniffl ig.
Denn die Maße der großen Bauteile weichen bis zu mehreren Millimetern vom Soll ab, wenn sie im Rumpf verbaut werden.
Bisher passen erfahrene Tech- niker diese Elemente in der Montagezelle mit hohem zeitlichen Aufwand in den Rumpf ein teilweise werden die Teile leicht gestaucht oder gebogen, damit am Ende das 0,2-Millimeter-Limit eingehalten wird.
Die Roboter und der Greifer sollen das künftig ganz allein erledigen.
Deshalb ist ein präzises Erkennungssystem erforderlich, das die Bauteile während der Montage exakt vermisst.
Und noch eine Herausforderung gibt es: Der klassische Flugzeugwerkstoff Aluminium wird zunehmend durch CFK ersetzt.
Diese Bauteile aber geben beim Einbau – anders als ein Alu-Blech – nicht nach.
Sie müssen daher teils unter Spannung montiert werden, und auch das muss der Roboter erst noch lernen.
Eine erste Demons- trationsanlage soll in etwa drei Jahren zur Verfügung stehen.
pb Flugzeugmontage ? Kennziffer 32 Fraunhofer-Gesellschaft, München, Tel.
089/1205-0, Fax 1205-7531, www.fraunhofer.de Winkel-Lösung Fein erweitert sein Edelstahl-Programm um einen leistungsstarken Kehlnahtschleifer.
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Kehlnähte entstehen automatisch, wenn zwei Werkstücke in einem Winkel miteinander ver- schweißt werden.
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pb Kehlnahtschleifer ? Kennziffer 31 C.&E.
Fein, Schwäbisch Gmünd, Tel.
07173/183-0, Fax 183-800, www.fein.de