handling Februar 2012 39 www.handling.de Robotertechnik Einsatz im Windkanal Klein-Roboter von Denso unterstützen Verfahrtechnik und Grundlagenfor- schung bei Airbus Aerodynamic Testing in Bremen und sorgen für eine punkt- genaue Messung von Strömungszu- ständen.
Einsatzort der Geräte aus der VM-Serie ist der Windkanal und das gasdynamische Versuchsfeld.
Die Air- bus-Abteilung erforscht und testet das Strömungsverhalten und die Funktions- fähigkeit von Flugzeugmodellen, speziell Flügel und Triebwerke.
Der Low Speed Wind Tunnel (LSWT Bremen) ist auf die Untersuchung von Flugzeugverhalten in Start- und Landephasen ausgerichtet und testet bei Geschwindigkeiten bis 85 Kilo- meter pro Stunde zum Beispiel Druck, Be- lastung und Temperaturen.
Dabei spielen Mehrlochsonden zur exakten Messung von Strömungszuständen eine besonde- re Rolle: Sie müssen sehr genau kalibriert werden.
Vor und nach jedem Einsatz im Windkanal oder Flugversuch werden sie mithilfe der VM-60B1G-V-Roboter über- prüft.
Hier geht es nicht um Schnellig- keit, sondern um absolute Genauigkeit: Es lässt sich feststellen, ob eine Neukalib- rierung erforderlich ist oder ob die Tests weiter durchgeführt werden können.
Zur Überprüfung werden die Sonden einem Feld bekannter Geschwindigkeit und Richtung der Strömungsvektoren ausge- setzt.
Die Sondenbewegungen innerhalb des Messgitters übernehmen die Robo- ter, und die ermittelten Werte werden mit der Kalibrierung abgeglichen.
Die Aerodynamiker schätzen die unkompli- zierte Handhabung und die frei wählbare Kommunikation mit den Robotern über eine eigene Software.
Mit dem fl exiblen Sechsachser lässt sich ein dreidimensio- nales Messgitter mit 1.000 Messpunkten Roboter VM-Serie ? Kennziffer 85 Denso Europe, Mörfelden-Walldorf, Tel.
06105/2735-150, Fax 2735-180, www.densorobotics.com Roboter-Programme Mit der kostenlosen Software e-VT (e-Va- rio Teacher) hat Adept eine Programmier- Software für die e-Vario-Scara-Roboter vorgestellt.
Der Roboter wird direkt über eine übersichtliche und tabellarisch auf- gebaute Benutzeroberfl äche program- miert.
Er kann entweder manuell in die gewünschte Position gebracht oder über die Benutzeroberfl äche per Tastendruck positioniert werden.
Mit einem Mausklick wird die Position in das Programm in die Oberfl äche übernommen.
Das Teachen einer einfachen Pick&Place-Anwendung samt Parametrierung der Ein- und Aus- gangssignale, Festlegung der individu- ellen Geschwindigkeit und Ansteuerung des Robotergreifers dauert nur wenige Minuten und ist nach einer einmaligen, rund zwei- bis dreistündigen Einweisung auch ohne tiefgreifende Programmier- kenntnisse durchführbar.
Außerdem bie- tet Adept ein neues Tool zur kompletten Offl ine-Programmierung von Roboter- systemen an.
In der auf Adept ACE ba- sierenden Software wird der komplette Robotercontroller im PC virtuell abgebil- det.
Damit erfüllt sich ein Wunsch vieler Programmierer, bereits Programme zu erstellen, während oder sogar bevor die reale Roboterlinie aufgebaut wird.
„Si- multaneous Engineering“ heißt hier das Stichwort, und das parallele Arbeiten an Hard- und Software verkürzt signifi kant die „time to market“.
Das hilft Kosten sparen und erhöht die Prozesssicherheit der realen Roboterlinie.
Auch im Bereich Steuerungen gibt es eine Neuigkeit: Die ePLC Connect Server-Software wurde in Zusammenarbeit mit Siemens an die Simotion-Produktlinie adaptiert.
Die Pro- grammierung des Adept-Roboters erfolgt hier direkt von der Simotion-Steuerung, ohne dass spezifi sche Roboter-Program- mierkenntnisse vorhanden sein müssen.
Programmierer, die sich in der Siemens- Welt zu Hause fühlen, können mit dieser Plug&Play-Lösung einfach Pick&Place- so- wie Palettieranwendungen realisieren.
pb Roboter-Software ? Kennziffer 83 Adept Technology, Dortmund, Tel.
0231/75894-0, Fax 75894-50, www.adept.de Setzen bitte, Prüfung! Battenberg Robotic hat für Messungen des Hinterkopfabstandes zur Kopfstütze bei Fahrzeugsitzen ein automatisiertes, wiederholgenaues und objektives Prüf- verfahren entwickelt, das die zeitaufwän- dige und gegebenenfalls fehlerträchtige manuelle Prüfung mit dem Norm-SAE- Prüfdummy ersetzt.
Die Messrobotic für die Qualitätssiche- rung in der Automobilindustrie wird somit auch für die Sicherheitsprüfung von Sit- zen für Automobile, Züge oder Flugzeuge als Prüfsystem für die Fahrzeugsicherheit genutzt.
Konkrete Einsatzbereiche sind Forschung und Entwicklung, Vorserien- bau sowie Produktions-Endkontrolle.
Das Prüfsystem besteht aus einem Industrie- roboter mit montiertem dreiachsigem Kräfte- und Momentensensor an der Ro- boterhand und dem daran befestigten Dummy mit der – gewöhnungsbedürf- tigen – Bezeichnung RobPTH.
Er entstand in Zusammenarbeit mit einem Automobil- hersteller und ist wesentlicher Bestandteil der robotergestützten Sitzprüfanlage er entspricht dem Norm-SAE-Dummy hin- sichtlich Masse, deren Verteilung und Kontaktfl äche zum Sitz.
Der Roboter setzt den Dummy in den zu prüfenden Sitz.
Die Messung des Abstands zur Rückenlehne übernimmt ein Abstandssensor, wäh- rend der Torsowinkel mit einem Lagesen- sor gemessen wird.
Ein zweiter Roboter misst den Lehnenwinkel und verstellt bei Bedarf die Neigung.
Um die vorgeschrie- bene Einstellung des zu prüfenden Sitzes sicherzustellen, hat das System von Bat- tenberg zusätzliche Sensoren.
Somit kann der Bediener direkt erkennen, ob und in welche Position der Sitz verstellt werden muss.
pb Robotergestützte Autositzprüfung ? Kennziffer 14 Battenberg Robotic, Marburg, Tel.
06424/92069, Fax 92079, www.battenberg.biz abarbeiten.
Außerdem lässt sich der Ro- boter direkt ansteuern, so dass die In- genieure einen Messpunkt auch länger untersuchen können.
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