Arbeitssicherheit

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Arbeitsschutz in der Industrie - Notwendigkeit und mögliche Maßnahmen

Der Arbeitsschutz ist in allen Industriebetrieben ein wesentliches Thema. Es gilt, Arbeitsunfälle zu vermeiden und für alle Beschäftigten eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen.

Die Pflicht zum Tragen von Sicherheitsbekleidung muss den Mitarbeitern kommuniziert werden. © Pixabay

Dazu gehören nicht nur die unmittelbaren Maßnahmen, die Unfälle verhindern. Auch eine angenehme Arbeitstemperatur, sichere Maschinen und eine sichere Arbeitsbekleidung sind wichtige Maßnahmen. Es gibt allgemeingültige Anforderungen, die für die meisten Unternehmen gelten. Darüber hinaus muss jedes Unternehmen einen Katalog mit speziellen Arbeitsschutzmaßnahmen erarbeiten, der auf die Bedingungen und die Anforderungen in dem jeweiligen Betrieb zugeschnitten sind. Aus den Arbeitsschutzmaßnahmen ergeben sich Rechte und Pflichten für die Beschäftigten, aber auch für den Arbeitgeber. Die Einhaltung aller Maßnahmen, verbunden mit der Schaffung eines angenehmen Arbeitsumfeldes und höchstmöglicher Sicherheit am Arbeitsplatz sind die Ziele der Arbeitsschutzmaßnahmen.

Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Im Kontext mit dem Arbeitsschutz ergeben sich für den Arbeitnehmer, aber auch für den Arbeitnehmer Verpflichtungen, die zwingend einzuhalten sind. Sollte es zu einer Überprüfung gesetzlich vorgegebener Maßnahmen kommen, muss der Arbeitgeber für nicht umgesetzte Vorgaben erklären. Im Falle eines Arbeitsunfalls werden Untersuchungen durchgeführt, die unangenehme Folgen haben, wenn Vorgaben nicht eingehalten wurden. Die Pflicht des Arbeitnehmers liegt somit darin, für die notwendigen und gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen zu sorgen. Der Arbeitnehmer hat das Recht, diesen Schutz zu beanspruchen. Sollte der Arbeitgeber den Schutz nicht gewähren, kann der Arbeitnehmer im schlimmsten Falle die Arbeit verweigern.

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Arbeitnehmer müssen sich an die Vorgaben halten

Auch der Arbeitnehmer ist in der Pflicht, denn er muss sich an die Vorgaben halten. Wenn er dies verweigert, kann dies mit einer Abmahnung oder, im schlimmsten Falle, mit der Kündigung bestraft werden. Auf der anderen Seite hat der Arbeitnehmer das Recht auf alle vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen. Er muss sich selbst nicht in Gefahr bringen, um eine Arbeit auszuführen.

Vermittlung des Arbeitsschutzes an die Mitarbeiter

Der Arbeitgeber hat verschiedene Möglichkeiten, die Arbeitsschutzmaßnahmen umzusetzen. So können Schulungen mit anschaulichen Präsentationen durchgeführt werden. Mitunter ist es ausreichend, dem Mitarbeiter eine Mappe oder eine Präsentation zum Selbststudium vorzulegen. Bei Fragen oder Problemen sollte ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

So wird der Arbeitsschutz in Industriebetrieben umgesetzt

Die konkreten Maßnahmen zum Arbeitsschutz umfassen ein weites Feld, das an die Tätigkeit angepasst ist. Arbeitsschuhe, eine passende Arbeitsbekleidung oder eine spezielle Schutzkleidung gehören zu den grundlegenden Maßnahmen. Für viele Arbeitsplätze sind der Schutz des Gehörs, der Augen oder der Hände erforderlich. Werkzeuge müssen den Arbeitsschutzmaßnahmen ebenso entsprechen wie die Bedienelemente der Maschinen. Bei Arbeiten unter großer Hitze oder in einer sehr kalten Umgebung sind weitere Maßnahmen erforderlich. Zum Arbeitsschutz gehört außerdem, dass die Maschinen und Anlagen in einem einwandfreien und sicheren Zustand sind.

Für jeden Arbeitsbereich individuelle Schutzmaßnahmen treffen

Es ist wichtig, die Vorgaben im Sinne des Arbeitsschutzes umzusetzen und den Mitarbeitern die neuesten Maßnahmen zu vermitteln. Nur wenn alle Beschäftigten ausreichend informiert sind, ist es möglich, alle Richtlinien umzusetzen. Dies dient der Sicherheit am Arbeitsplatz, beugt Unfällen und vor und dient somit dem Schutz aller Beschäftigten. Im ersten Schritt ist die Ausarbeitung der Schutzmaßnahmen für jeden einzelnen Arbeitsplatz erforderlich. In größeren Industriebetrieben unterscheiden sich die Arbeitsplätze häufig grundlegend. So gibt es Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten einen höheren Schutz benötigen, während andere Arbeiten leichter und weniger gefährlich sind. Aus diesem Grund ist es nicht ausreichend, für ein Unternehmen einheitliche Maßnahmen zu definieren. Dies funktioniert mitunter in sehr kleinen Betrieben, in denen sich die Arbeit der Beschäftigten nicht grundlegend unterscheidet. Große Unternehmen haben in der Regel mehrere Abteilungen, in denen verschiedene Prozesse für die Produktion der Waren ablaufen. Der Arbeitnehmer ist in der Pflicht, für jeden dieser Prozesse eigene Arbeitsschutzmaßnahmen zu definieren.

Arbeitshilfen für die Ausarbeitung der Schutzmaßnahmen

Die Ausarbeitung einzelner Arbeitsschutzmaßnahmen in größeren Unternehmen ist häufig mit einem gewissen Aufwand verbunden. Dies gilt vor allem dann, wenn es eine Vielzahl verschiedener Arbeitsbereiche gibt und wenn sich die Tätigkeiten in diesen Bereichen grundlegend voneinander unterscheiden. Der Arbeitgeber oder ein mit dem Arbeitsschutz beauftragter Mitarbeiter muss die Maßnahmen dann für jeden einzelnen Bereich definieren. Um den Aufwand zu minimieren und den Überblick zu behalten, sind Softwarelösungen empfehlenswert. Hier gäbe es bei Haufe ein großes Angebot, auf welches Arbeitgeber zurückgreifen können. Sie informieren über die gesetzlichen Anforderungen und geben Tipps zur regelkonformen Umsetzung. Alle Maßnahmen können eingetragen und bei Bedarf angepasst werden. Aus den Einträgen erstellt die Software Präsentationen, die der Arbeitgeber oder der Arbeitsschutzbeauftragte den Mitarbeitern zur Information zur Verfügung stellen kann. Mit einer Softwarelösung ist es möglich, die Maßnahmen für jeden Arbeitsbereich zu definieren, sie zu aktualisieren und die Übersicht zu behalten. Die Informationen für die Mitarbeiter lassen sich aus den Eingaben automatisch mit einem Klick erstellen.

Arbeitsschutzmaßnahmen regelmäßig an neue Anforderungen anpassen

Es reicht nicht aus, wenn ein Unternehmen einmal Maßnahmen zum Arbeitsschutz erstellt. Der Gesetzgeber gibt vor, dass Schutzmaßnahmen regelmäßig aktualisiert und an die neuesten Gegebenheiten angepasst werden. Dies ist beispielsweise erforderlich, wenn der Gesetzgeber Änderungen vornimmt oder wenn sich die Arbeitsvorgaben oder die Bedingungen im Unternehmen erneuern. So werden bei der Errichtung neuer Maschinen und Anlagen angepasste Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig. Ziel ist es, Arbeitsunfälle nach Möglichkeit zu vermeiden und für jeden Mitarbeiter eine wirklich sichere Arbeitsumgebung zu schaffen.

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