1zu1: Investition in Weiterentwicklung

Andreas Mühlbauer,

Stärkere Fokussierung auf Serien im 3D-Druck und Spritzguss

1zu1 entwickelt sich vom Prototypenspezialisten zum Prototypen- und Serienlieferanten weiter. Das High-Tech-Unternehmen setzt als Pilotpartner von EOS auf die leistungsstärksten 3D-Druck-Maschinen am Markt, forciert die Automatisierung und steigert die Kapazität der Aluminium-Werkzeuge im Spritzguss.

Thomas Kohler ist seit 1. Juni 2023 Geschäftsführer bei 1zu1. © Darko Todorovic

2023 konnte das Unternehmen der internationalen Prototal-Gruppe trotz erschwerter Marktlage und Personalreduktion den Umsatz stabilisieren. Nach dem leichten Rückgang auf 16 Millionen Euro plant 1zu1 für 2024 wieder zehn Prozent Wachstum. Die Weichen für die Weiterentwicklung zum Komplettanbieter von 1 bis 300.000 Kunststoffteilen sind gestellt. 1zu1 investiert 2024 rund 1,5 Millionen Euro und übernimmt den gesamten Vakuumguss und Aluminium-Werkzeugbau der Gruppe.

1zu1 steht für präzise, schnelle und hochwertige 3D-Druck-Lösungen für Kunststoffbauteile, Vakuum- und Spritzguss im Eiltempo. Das High-Tech-Unternehmen realisiert als Pilotpartner des weltweit führenden Technologieanbieters EOS neben funktionstauglichen Prototypen wettbewerbsfähige 3D-Druck-Serien mit bis zu 100.000 Stück. Beim Spritzguss mit Aluminium-Werkzeugen schafft 1zu1 bereits 300.000 Stück – mit Potenzial für mehr. Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Umsatz trotz erschwerter Marktlage mit einem leichten Rückgang bei 16 Millionen Euro stabilisiert werden. Gleichzeitig reduzierte 1zu1 den Personalstand von 155 auf 132 Fachkräfte. Mit gebündelten Ressourcen sichert das Unternehmen die nachhaltige Weiterentwicklung vom reinen Prototypenhersteller zum Prototypen- und Serienlieferanten. Nach dem Rückgang um vier Prozent (2022: 16,7 Millionen Euro) plant 1zu1 für 2024 wieder ein Umsatzplus von rund zehn Prozent.

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„Der Schritt ist uns nicht leichtgefallen, war aber notwendig. Mit unserem Know-how aus dem Prototyping fokussieren wir uns auf die Serienfertigung, sichern hohe Qualitätsstandards und wollen den technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Dabei sind wir weiterhin zuverlässiger Partner für die Realisierung von 1 bis 300.000 Kunststoffteilen“, betont Geschäftsführer Thomas Kohler. Mit der dritten Laser-Sinter-Anlage P500 von EOS hat 1zu1 die Kapazität 2023 deutlich erhöht. Die Serienfertigung mit dem leistungsstärksten 3D-Druck-System am Markt ist weiterhin ein internationales Alleinstellungsmerkmal. Gleichzeitig steigert 1zu1 mit neuen Nachbearbeitungslösungen laufend den Automatisierungsgrad. 2024 werden rund 1,5 Millionen Euro in 3D-Druck-Technologien und die Automatisierung im Spritzguss investiert.

Zentrale für Vakuumguss und Werkzeugbau: Synergien im Prototal-Netzwerk

1zu1 ist seit 2022 Teil von Prototal Industries. Die international tätige Gruppe zählt mit Standorten in Schweden, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, Italien und Österreich zu Europas größten Anbietern im 3D-Druck, Vakuumguss und Spritzguss mit Aluminiumwerkzeugen. Vakuumguss und Aluminium-Werkzeugbau werden ab sofort zur Gänze bei 1zu1 in Dornbirn abgewickelt. „Die Integration schafft Synergien. Wir bringen Know-how ins Netzwerk ein und internationalisieren unser Angebot. Mit einer innovativen Lösung werden wir 2024 zudem die Ausbringung der Werkzeuge für größere Spritzgussserien erhöhen“, verrät 1zu1-Produktionsleiter Christian Humml.

Prototal Industries will in den kommenden Jahren weitere Märkte erschließen und die gesamte Wertschöpfungskette vom Prototyp bis zur Millionen-Serie im 3D-Druck und Spritzguss abdecken. „1zu1 ist als einer der führenden Anbieter im Top-Qualitätssegment ein zentraler Baustein für unsere Vision. Der verschärfte Fokus sichert unsere Markt-Positionierung und ist zentral für unsere strategische Weiterentwicklung“, betont Jan Löfving, CEO von Prototal Industries.

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